Beitrag 04-310

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Datum/Uhrzeit: 09.01.2006 17:12
Titel: Die Lokführer...

Der Lokführer der 140 633 fuhr aus dem Tunnel in eine 'Wasserwand' und hatte daher nur wenige hundert Meter zum Bremsen. Der Aufprall auf den Geröllhaufen auf seinem Gleis geschah mit ca. 80 km/h. Die Lok und die ersten beiden Kohlewagen entgleisten, die 140 ragte ca. 100 Meter hinter dem durchstoßenen Geröllhaufen in das Profil des Gegengleises.

Der unverletzte Lokführer der 140 stieg aus und begab sich Richtung Hochspeyer, um den nächsten, rund 400 Meter entfernten Streckenfernsprecher zu erreichen (der ZBF auf der 140 war durch den Unfall defekt).

Kurz darauf erreichte der D 2754 mit ca. 110 km/h rollend im Gefälle die Unfallstelle und rammte ohne Bremseinleitung die 140. Die 110 wurde dabei gegen die nördliche Stützmauer geschleudert und rutschte fast bis zum Geröllhaufen weiter. Dabei zerstörte sie einen Fahrleitungsmast und ein Blocksignal. Die ersten 3 von 4 Wagen entgleisten, bei zweien wurde mehrere Drehgestelle völlig abgerissen.

Der Lokführer der 110 104 wurde bei den äußerst schwierigen Bergungsarbeiten (ich nehme an verletzt) in der rechten Ecke seines Führerstandes gefunden. Demnach hatte er keine Möglichkeit mehr, eine Bremsung einzuleiten, noch in den Maschinenraum zu flüchten.

Dies soweit zusammengefasst aus dem Drehscheibe-Sonderdruck 'Zugunglück bei Hochspeyer' (Eric Sven Gilgore) von 1988.