Da schaue ich vielleicht 1 bis 2 Mal pro Monat ins Modellbahn-Forum, lese den obersten Beitrag und entdecke bei Tur-Tur zufällig meinen Namen...
Da habe ich doch schnell mal meine 140er-Fotos durchblättert und komme zu folgendem Ergebnis:
Es gab und gibt keine vr-140 mit runden Puffertellern und/oder mit zweiteiligem Seitenfenster!
Zweiteilige Seitenfenster waren bereits Anfang der 90er Jahre so gut wie ausgestorben (sogar 140 128 hatte vor ihrer Museumslokkarriere schon Klatte-Fenster und ist heute die einzige 140 mit zweiteiligen Seitenfenstern). Runde Pufferteller gab es 1996 noch reichlich, 1997 nur noch vereinzelt, d. h. die Umrüstung war m. E. spätestens Anfang 1998 abgeschlossen!
In den ersten 2-3 Jahren wurden die 140 bei Umlackierung in vr noch seitlich mit dem Cargo-Schriftzug und DB-Emblem versehen, später entfiel dies. vr-140 mit Doppeldüsenlüftern habe ich keine gefunden, es dürften also alle vr-140 Klatte-Lüfter wie '140 810' getragen haben. Dagegen gab es vr-140 sowohl mit 'Klatte'-Fenster als auch mit dem gummieingefassten abgerundeten Seitenfenster, sowohl mit als auch ohne Cargo-Schriftzug.
Man muss für die '140 810' von ROCO also Loks mit ohne Verschleißpufferbohle und mit Cargo-Schriftzug suchen. Außerdem nur Loks mit einteiligem Seitenfenster, wenn man davon ausgeht, dass die '140 810' nur aus Versehen oder Nachlässigkeit oder Fehlen entsprechender Formteile ein zweiteiliges Seitenfenster hat (weil es eben keine vr-140 mit zweiteiligem Fenster gab). Sodann finde ich folgende Loks (kein Anspruch auf Vollständigkeit, allerdings sind die 140 der ersten Serien bis 140 162, die ursprünglich mit Einzellampen ausgeliefert und später mit Doppellampen versehen wurden, auch zu berücksichtigen!):
140 005, 021, 028, 111, 169, 170, 208, 241, 260, 266, 334, 338, 354, 395, 408, 430, 432, 480, 483, 494, 572, 606 und 665.
Weitere von den Hauptmerkmalen passende Loks sind unter folgenden Gesichtspunkten zu erwähnen:
140 013 und 020. Diese tragen die Doppellampen nur an Führerstand 1; Führerstand 2 ist noch mit alten Einzellampen bestückt.
140 075. Bei dieser Lok 'sitzen' die nachträglich angebrachten Doppellampen über dem Rahmen (also ca. 2-3 cm höher als bei originalen Doppellampen).
140 095. Diese Lok trägt zwar den Cargo-Schriftzug, allerdings stammt dieser von einer Schablone, die sonst nur für die Baureihe 150 verwendet wurde. Die Typen sind kleiner.
140 396. Diese Lok trug als einzige die Betriebsnummern an den Führerständen unten im grau lackierten Bereich.
140 410 und 465. Diese beiden Loks tragen nachträglich aufgeschraubte Verschleißpufferbohlen. Wenn man diese abschraubt und den ursprünglichen Rahmen mit Puffern herrichtet, können sie als '140 810' durchgehen.
140 687. Diese trug als eine der wenigen Loks unterhalb der 140.8 Schneeräumer.
Jetzt noch zu den Verschleißpufferbohlen (mit Bezug auf die Fotos von Contrans); hier kann ich die Loks vollständig aufzählen. Also wie die Versionen im Einzelnen von den Ingenieuren korrekt bezeichnet wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich nenne alle Versionen einfach nur Verschleißpufferbohlen. Contrans hat ja hier einige Fotobeispiele gezeigt. Der Unterschied von Typ 140 301 zu Typ 140 411 ist mir dabei selbst noch nie so bewusst aufgefallen.
Die Loks mit dem verstärkten Kupplungsträger und original-Pufferbohle wie am Beispiel Typ 110 173 zu sehen sind m. E. alle nachträglich mit dieser Kulissenabdeckung versehen worden. Jedenfalls ist bei den 140 hierzu kein Serienschema zu erkennen. Allerdings besitzen alle 140 ab 682 bis 756 ab Werk (681 nachträglich!) eine Pufferbohle, die mittig breiter ausgeführt ist, vmtl. bereits vorgesehen zum leichteren Umbau auf die AK-Kulisse. Daraus kann man schließen, dass eine Vp nicht zwingend für eine AK(-Vorbereitung) erforderlich war (oder zumindest gehalten wurde). Also liegt das Hauptaugenmerk für eine Vp tatsächlich auf der Verringerung von Aufstoßschäden und nicht unbedingt primär auf AK-Nachrüstung.
Original mit Verschleißpufferbohlen Typ 140 773 (das ist übrigens nicht 140 733!) mit Einzug des Rahmens wurden 140 757 bis 879 ausgeliefert (sowie 150 156 bis 194). Nachträglich damit versehen (wohl immer nach Unfällen) wurden 140 083, 196, 362, 577 und 706 (sowie 110 107, 271, 343, 360 und 150 006). Erkennbar sind diese Loks neben der Vp auch an den Führerständen, wo sich zusätzlich eine rechteckige 'Nase' befindet, die m. W. eine Führerstandsbelüftung darstellt. Diese besitzt auch 140 195, hat aber normale Pufferbohlen, wurde jedoch fälschlicherweise auch schon mal mit Schwesterlok 140 196 und den anderen genannten in einen Topf geworfen. Zudem muss erwähnt werden, dass konträr dazu 140 083 diese Belüftungsnasen nicht besitzt.
Weitere (nachträglich) mit Vp versehene Loks sind:
140 176, 184, 274, 276-281, 294-307, 410, 411, 434, 435, 450-455 und 463-465. Aber auch hier keine Regel ohne Ausnahme. Typ 140 301 ist nur schlecht von Typ 140 411 zu unterscheiden. Deshalb will ich mich auch nicht festlegen, ob auch 140 410, 434, 435, 450-455 und 463-465 vom Typ 140 411 sind und die anderen genannten vom Typ 140 301.
Jedenfalls muss 140 184 hervorgehoben werden; bei ihr scheint die Vp auch ein anderer Typ zu sein, eher wie Typ 140 773. Zudem fuhr sie seit ich sie das erste Mal sah immer ohne Kupplungsträgerdeckel durch die Lande.
Teilweise trugen auch andere 140 mit diesen Vp-Typen Kupplungsträger für AK-Vorbereitung.
Keine 141 trug Verschleißpufferbohlen, wohl gab es aber 141 395 mit AK!