Beitrag 02-666

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Datum/Uhrzeit: 08.08.2015 12:24
Titel: Re: Anprallschutz. (1 B.)

Jemand schrieb:

Nicht auszudenken, was passiert, wenn ein querstehender Waggon die Pfeiler à la Eschede abrasieren würde.

Bei einer Streckenhöchstgeschwindigkeit von 50 km/h und i. d. R. einem Halt in Deutz tief ist ein 'Abrasieren' im Gegensatz zu den 200 km/h von Eschede eher unwahrscheinlich. Siehe auch den verbogenen Wagen am intakten Pfeiler des Bahnsteigdaches in Brühl am 06.02.00 bei 120 km/h (okay, Beton ist spröder als Stahl...). Wahrscheinlich wurden im Rahmen einer Sicherheitsbetrachtung diese Maßnahmen in Deutz tief für erforderlich gehalten, um Unfallfolgen so gering wie möglich zu halten. Das war lang vor Eschede.

Und sie sind auch erst mit dem Neubau des S-Bahnsteiges getroffen worden, vorher waren weder Betonklotz noch Leitschiene vorhanden:

Bild

Bis in die 90er Jahre war Deutz tief auch so ziemlich ein Geisterbahnhof. Nur Rekruten- und Autoreisezüge verkehrten hier und sorgten ab und zu für etwas weniger Rost auf den Schienenköpfen.