Jemand schrieb:
Es ist richtig, dass das AW München-Freimann für die Unterhaltung der Altbauelloks zuständig war. Dort wurden auch einige Lokomotiven verschrottet. Dabei handelte es sich meines Wissens nach aber fast nur um Elloks, die nach der Ausmusterung als Ersatzteilspender ausgeschlachtet oder stark unfallbeschädigt waren, so dass sie das AW nicht mehr auf eigenen Achsen verlassen konnten. Ferner wurde das Verschrotten von Lokmotiven in den Ausbesserungswerken meist nur als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Zeiten mit geringer Auftragslage bei den eigentlichen AW-Arbeiten angesehen.
Die Überführung nach Trier könnte also eine starke Arbeitsbelastung bei der Lokunterhaltung als Grund gehabt haben. Schon damals ging die Verschrottung so vor sich, dass die Loks als Schrott ausgeschrieben und an den Meistbietenden verkauft wurden. Wo der saß, spielte keine große Rolle, da zu Zeiten der Bundesbahn Transporte von Dienstgut kostenmäßig nicht gesondert erfasst wurden - ergo nichts kosteten. Und hier hatte offenbar ein Schrotthändler in Trier (gab's damals die Firma Theo Steil schon?) das Höchstgebot für die Loks abgegeben.
Es mag sein, dass das AW Freimann keine Kapazitäten zum Verschrotten rollfähiger Loks hatte, aber die Loks gingen Bundesbahn-intern zum AW Trier, welches sich in der Auflösung befand und die noch beschäftigten Mitarbeiter die Loks verschrotten konnten. Im Sommer und Herbst 1981 wurden hier auch 2 Lokzüge mit einer 116 und den gesammelten 117 aus dem AW Freimann sowie bis Frühjahr 1982 etliche 220 aus dem AW Nürnberg verschrottet: Link.