Habe mir zwar die Fotos vom Schreier nicht angeguckt, aber die Zustände, die du beschreibst, sind halt die Folge von Anpassungen, die sich im Laufe der Lebenszeit dieser Loks ergeben haben.
Da wären hauptsächlich die sog. 'Entfeinerungen' an Einheitselloks zu nennen, die ab 1977/78 dazu führten, dass bei HU die Handumläufe und Trittroste an den Führerständen konsequent (zuvor nur bei Karosseriearbeiten) entfernt und durch sog. Stirnwandaufstiege ersetzt wurden. Einige Jahre zuvor wurden bereits bei Neulackierungen oder Teillackausbesserungen die grauen (eigentlich silbernen) Dächer in Lokkastenfarbe überlackiert und dabei auch die Regenrinne entfernt (Exoten wie 140 492 überlebten trotzdem mit Regenrinne).
Nebenbei änderte sich dann auch noch mehrfach der benutzte Lüftergitter- und Seitenfenstertyp. Und was das Äußere bei den Loks der ersten Serie(n) auch markant änderte, waren neben dem Austausch der Lüfter mit waagerechten Lamellen die unteren Doppellampen, die nach Korrosionsarbeiten oder Unfällen an Stelle der Einzellampen angebracht wurden. Ganz zu schweigen von dem Ersatz des großen dritten Stirnlichts durch ein kleineres mit Chromring (letzte war einseitig 141 093).
Ab 1982 wurde bei den altfarbenen Kasteneinheitselloks auch auf den Führerständen der DB-Keks aufgeklebt (eine der ersten war 140 180), während dort vorher kein Eigentumsmerkmal war. Den hatten vorher nur die Bügelfalten-E 10 vorne drauf.
Die Nummernschilder waren an den Führerständen ursprünglich in Metall auf dem Kastenaufbau angebracht. Nach Entfernung der Schilder rutschten die Nummern auf den Rahmen runter. Teilweise konnte man in den 80ern noch 140er beobachten, bei denen die Löcher der Schilderschrauben noch im Blechkleid zu sehen waren.