Jemand schrieb:
Ich finde es auch auffallend, dass bei der 110 die Klatte-Lüftergitter gelegentlich auch getauscht wurden - könnte es sein, dass Lüftergitter bei der Revision auf Lager gelegt wurden, ggf. auch gereinigt oder gestrichen, und dass dann so wieder eingebaut wurde, wie es gerade kam?
Will nicht sagen, dass Lüftungsgitter Ersatzteile wie Bremsbeläge wären. Aber es sollten immer mehr An- und Einbauteile in einem AW vorhanden sein, als Loks zur Ausbesserung verweilen. Sonst müssten immer in parallelen Arbeitsgängen alle zu überarbeitenden Teile während einer HU instandgesetzt werden - oder die Lok muss warten, falls sie eher fertig ist, als die 'Zurüstteile'. Auch in größeren Bws wurden solche Teile schonmal getauscht.
Bei Umlackierungen werden die Anbauteile auch komplett entfernt und später wieder angebaut. Dass dann mal nicht dieselben Lüftungsgitter wieder zum Einbau kamen, sieht man am besten bei den Bügelfalten-110, bei denen der graue Hintergrundanstrich im Bereich der Lüftungsgitter für die langen Klatte-Gitter ausgelegt war, dann aber die kurzen Klatte-Gitter zum Einbau kamen. Da steht dann die graue Fläche an den Führerstandstüren jeweils einige Zentimeter über. Das gab es mindestens bei 110 314, 316, 322-325, 327, 340, 355, 362, 373, 392 (sowohl als auch; die Lok wurde 2 x vr!), 397, 401, 406, 409, 414, 423 (wie bei 392!), 426-428, 432, 434, 438, 439, 442, 445, 447, 451, 454, 456, 458, 465, 469, 471, 472, 476, 492, 499, 502, 509, 510. Bei weiteren Loks kann ich es nicht eindeutig erkennen. Die kürzere Hintergrundvariante könnte es auch geben, ist aber schwer zu erkennen.
Bei orientroten Bügelfalten ist mir das bisher nicht aufgefallen. Da passt die Länge der Hintergrundlackierung zur maximalen Ausdehnung der Lüftungsgitter.