Jemand schrieb:
Vor diesem Hintergrund sehe ich den Verbleib eines anderweitig nicht wirklich nutzbaren Fahrzeuges beim Bw Passau als wahrscheinlicher als eine Abgabe nach Tübingen an. Unwahrscheinlich - aber letztendlich nicht wirklich auszuschließen - wäre aber auch, dass 'von oben' entschieden wurde, alle Fahrzeuge mit einer '97' nach Tübingen umzusetzen ohne genau zu wissen, was der VB 97 001 wirklich für ein Fahrzeug war. Und als man in Tübingen dann feststellte, was man da bekommen hatte, hat man die Kiste schnell wieder nach Passau zurückgeschickt. Aber jetzt sind wir schon ganz tief im Reich der Spekulation.
Als noch keine Antwort dabei war, hatte ich schon diesen Beitrag der ZHL gefunden: Link.
Dort steht Im Juli 1964 wurde der Güterbeiwagen VB 97 001, der durch Umbau aus dem VB 142 554 entstand, als Vorstellwagen für den Stückgut-Transport in Betrieb genommen (Anm.: für Passau – Wegscheid). Nach den guten Erfahrungen mit dem leihweise in Passau stationierten VT 97 901 bestellte man für die bayerische Strecke zwei neue Zahnradtriebwagen. Nach einem schweren Hangrutsch am 28. November 1965 musste die bayerische Zahnradbahn jedoch stillgelegt werden. Der VT 97 kehrte wieder nach Tübingen zurück, während der VB 97 bis zur Ausmusterung beim Bw Passau verblieb und schließlich 1979 im Aw Kassel verschrottet wurde.
Ein gutes Gespür hatte demnach Klaus Wedde, der ihn im Jahr der Verschrottung nicht links liegen ließ und im AW Kassel fotografierte (s. u. von Alexander Goretzky eingeblendet).
Er war also ziemlich sicher nie in Tübingen.