Jemand schrieb:
Mir hat ein Lokschlosser aus der Wartung das mal so erklärt, dass die Rahmen ohne Gewicht der Antriebsanlage nach oben 'vorgespannt' sind. Kommt das Gewicht drauf ist der Rahmen in etwa gerade, bei der Kaltverformung platzt dann die Naht förmlich auf weil der Rahmen in seine ursprüngliche Form zurück will, ist typisch für diese Baureihe. Vielleicht ja jemand Bilder von Lokverschrottungen, da kann man das erkennen wie Rahmen hochkommt wenn oben alles runter ist.
Hm, habe mal ein paar Bilder 'rausgesucht. Für mich sieht das eher so aus, dass der Rahmen plan gefertigt wurde. Wie soll man auch so eine 'Vorspannung' hinbekommen? Das größte Gewicht sitzt ja wohl zwischen den Drehgestellen und der angeschweißte Kasten sorgt eher für eine 'Vorspannung' gegen die Krümmung nach oben, falls die Innereien ausgeräumt werden, z. B. im AW.
Hier mal nur der ungekrümmte Rahmen ohne nennenswerte Last von 234 544 im AW Cottbus:

Bei den Resten von 232 447 am AW Cottbus sieht es ähnlich aus. Ohne große Last auf den Drehgestellen und ziemlich plan:

Anders hingegen bei der bereits ihres Aufbaus entledigten 232 039 im Bw Oebisfelde. Hier sorgt der Motor in Fahrzeugmitte ohne Unterstützung durch den Lokkasten für eine sichtbare Krümmung - aber nach unten:

Als weiteres Beispiel diese entkernte 232 229 im AW Cottbus. Wie man sieht, wurde die Schweißnaht zwischen Lokkasten und Rahmen erneuert. Auch hier keine erkennbare Krümmung nach oben:

Dass das vordere Rahmenstück bei Aufstößen insbesondere an den Rahmenlöchern nach unten wegknickt, weil der Rahmen vom Lokkasten abreißt, ist ja normal, denn von unten kommt kein Widerstand entgegen. Ein Beispiel sieht man auf dem sechsten Bild hier Link oder an 132 364 in Cottbus:
