Jemand schrieb:
Und die zugehörige Zeichnung Kupplungsträger Anbau:
Das sind interessante Unterlagen! Die Verschleißpufferbohlenzeichnung zeigt ja zwei verschiedene Vp-Varianten. Schnitt C-D ist offensichtlich die 'Neubauvariante' bei 110N, 140N und 140 757 ff., 150 156 ff. mit eingezogenem Rahmen. Schnitt A-B jedoch augenscheinlich die bei den von Bernd aufgelisteten 140ern verbaute Variante, also auf den (unveränderten?) Rahmen aufgesetzte Vp. Waren bei beiden Varianten immer 'Hörner' dahinter, also auf dem Rahmen aufgeschweißt wie bei Bernds Bild 5 zu sehen?
Man sieht ja fast immer jeweils 6 Schrauben rechts und links über den Luftschläuchen, mit denen die Vp von vorne befestigt wurde, auch bei denen mit eingezogenem Rahmen. Aber bei 140 454 (Bild 15) sind m. E. nur jeweils 3 Schrauben zu erkennen. Außerdem ist das eine Vp mit AK-Vorbereitung, erkennbar an der großen Kupplungskulissenplatte. Eine solche zeigt m. E. auch die Zeichnung Schnitt A-B. Außerdem ist hier die Vp-Platte an den Enden anders geschnitten. Offenbar sollten dadurch die Puffer (noch) leichter nach außen wegknicken können und so einen Teil der Aufstoßenergie nicht auf den Rahmen übertragen? Da müsste man wirklich mal seitliche Fotos begutachten. Zumindest von 140 434 kann ich sowas bieten: Link.
Eine längere LüP war m. E. unvermeidlich die Folge der vorgeschuhten Vp. Deshalb hat man dem bei der 'Serienausführung' den eingezogenen Rahmen entgegengesetzt, wie bei Schnitt C-D zu sehen.
Noch ein Foto einer in die Reihe der ersten Variante fallenden Loks ohne AK-Vorbereitung, 140 297 im AW München-Freimann:

Aber waren Verschleißpufferbohlen nicht schon vor 1960 bekannt? Dazu habe ich mal 4 Fotos von V 60 im AW Kassel herausgesucht. Technisch kann ich dazu nichts sagen. Jedenfalls erkennt man die Vp erst dann vernünftig, wenn die Rangierer:innenbühnen fehlen.
260 549 mit Aufstoßschaden hinten, es 'klappten' offenbar nur die Puffer nach außen:

Bei 260 747 am selben Tag sieht man, dass sich nur der rechte Flügel verbogen hatte:

Offenbar war das massive Mittelteil auf auf den Rahmen geschweißte Profile geschraubt, hier bei 260 536 mit jeweils 6 Schraublöchern:

Wiederum am selben Tag fotografierte ich jedoch diese Variante mit der von 140ern 'bekannten' (?) Hörnervariante an der grundierten 260 915 mit jeweils nur noch 3 Schraublöchern für die Vp:
