Beitrag 04-4281

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Datum/Uhrzeit: 13.05.2025 19:23
Titel: Re: Ein Fakt sollte berücksichtigt werden

Jemand schrieb:

Bei der Elektrifizierung 'bis Köln' sollte berücksichtigt werden, daß elektrisch zunächst nur bis Köln-Gereon gefahren werden konnte! 1958 erreichte der Fahrdraht noch nicht den Kölner Hauptbahnhof.
Die Etappen der Elektrifizierung nördlich Karlsruhe:
01.06.1958 Karlsruhe-Mannheim-Mainz-Remagen
17.11.1958 Remagen-Köln-Gereon
16.04.1959 Köln-Gereon-Köln Hbf (!)- Köln-Mülheim
01.06.1959 Köln-Mülheim - Düsseldorf Hbf (von dort weiter nach Hamm bereits zwei Jahre zuvor elektrisch, ab 02.06.1957)

Zwei Fragenkomplexe sind bei mir übriggeblieben: wie sah der elektrische Betrieb ab 17.11.58 (für maximal ein halbes Jahr!) nördlich von Remagen konkret aus? Wurden da schon Güterzüge elektrisch bis Köln-Eifeltor gefahren oder gar bis in den Gbf Köln-Gereon (also über die VzG 2640)? Laut Wikipedia konnte in Remagen mangels Kapazität nicht umgespannt werden, sondern das wurde in Koblenz Hbf (wohl nur für Pz; Gz wohl eher in Koblenz-Lützel?) gemacht (auch noch nach dem 01.06.58?). Was bedeutete die Elektrifizierung Remagen - Köln-Gereon für den Personenzüge bezüglich der Bespannung? Hat man an der Stelle mit Ellokbespannung bis zum 16.05.59 gewartet und fuhr dann bis Deutzerfeld? Die anderthalb Monate Lücke für den Rest zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf sind ja wohl auch eher theoretischer Natur für den Fahrbetrieb gewesen, oder?

Dann der zweite Fragenbereich: für wen war diese von Bernd ('Eifelindianer') gezeigte, aber von ihm falsch interpretierte 'Übersicht der Leistungsfähigkeit der Triebfahrzeuge auf den Strecken der DB Karlsruhe' überhaupt relevant bzw. nützlich? Sollten damit für Tf Anhaltspunkte für ihre Fahrzeitveränderung wegen längerer Beschleunigungs- und Bremswege bei gestaffelt größerer Anhängelast aufgezeigt werden oder sollten 'Fahrplanschreiber' auf einfache Art und Weise die voraussichtlichen Fahrzeiten in Abhängigkeit von Anhängelast und Zwischenhalten ermitteln können? Das sind doch ebenfalls nur theoretische Zahlen bei vorgegebenen Parametern, die wenig mit dem Streckenprofil zu tun haben konnten. Alleine zwischen Basel Bad und Freiburg gibt es mehrere Geschwindigkeitsänderungen. Ein konkreter Zwischenhalt für F- und D-Züge fällt mir da nicht ein. Gab es überhaupt Einsätze von E 17 und E 18 auf der Rheintalstrecke? Die 'Leistungsfähigkeit' der V 200 scheint mir auch etwas niedrig eingeschätzt bzw. angesetzt worden zu sein. 'Anfahrgrenzlast' bei allen Baureihen 1000 t? Gab es solche Tabellen auch aus anderen BDen?