Beitrag 04-4464

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Datum/Uhrzeit: 02.08.2025 19:27
Titel: Re: Märchen sind unsterblich (m. L.)

Jemand schrieb:

Da keinerlei Quellenangaben bei Baureihe 110 oder Wikipedia stehen.

Beschwer' dich bitte nicht bei mir/uns, sondern benenne ganz einfach mal 'deine' Quellen (mit pro und contra zu den gängigen Behauptungen) oder es bleibt erstmal alles so, wie es bisher kolportiert wurde. Ich lasse mich gerne überzeugen, aber bis jetzt lieferst du keine Beweise.

Jemand schrieb:

Was ist ein Steuergerät für die KWS? Es gab keine Altteile in den Wz 110. Alles was in den 141ern verbaut war, hatte die Nutzungsdauer längst überschritten.

Das ist ja wohl absolut kein Grund, solche altbrauchbaren Teile nicht als Ausrüstungsgegenstände zur Ablösung der Baureihe 141 durch die Baureihe 110 in niederen Diensten zu verwenden, anstatt durch den kompletten und teuren Neubau von KWSen für die Wendezug-110er Geld zu verschwenden (siehe Puffertellerdiskussion), und wenn's nur die Stecker waren. Wie die Verdrahtung und die Schalter/Relais unter/auf dem Führerpult/im Schaltschrank einer 110 mit KWS aussahen, kannst du uns vielleicht anhand von Zeichnungen darlegen.

Was für die ersten 107 Loks (ab 110 399) gilt, muss natürlich nicht für die späteren 26 Loks (bis 110 398) gelten, da waren anfangs noch nicht genügend 141er ausgemustert Erst ab 1998 ging es richtig los. Für die ab 2004 auf KWS umgebauten Loks forsche ich noch. Wurde bei denen nachträglich das Thyristor-Schaltwerk W29t eingebaut, weswegen dadurch überhaupt erst die Umrüstung auf KWS ermöglicht wurde?

Bezüglich der Begriffe 'Steuer-/KWS-Gerät' und 'ausgemusterte 140/141' gibt es hier eine Aussage, die mglw. mangels besseren Wissens aus Wikipedia übernommen und der prompt zumindest bzgl. eines 'Steuergerätes' widersprochen wurde: Link.

Zitat:

Ob die bei den 110er verwendeten, gebrauchten KWS-Geräte der 140/141er bei der 103 verwenden hätten werden können, entzieht sich meiner Kenntnis.

Zitat:

Bei der 110 wird man weitgehend auf die Stromlaufpläne wendezugfähiger 139 zurückgegriffen haben. Da kamen dann halt die Steuerkabel an die Lok und wurden entsprechend in die Lok verdrahtet, fertig. Ein 'Steuergerät' ist in den nachgerüsteten 110ern nicht zu finden.

Ob die 'ausgemusterten 140/141' (oder sogar 215/216?) für alle 133 Loks gelten, geht daraus nicht hervor. Die Gesamtzahl '133' wird übrigens auch bei Ulrich Budde kolportiert: Link (Punkt 66)

Damit wäre der Begriff 'Steuergerät' vom Tisch. Vielleicht sollte man auch nur von einer 'technischen Einrichtung' sprechen, wenn man das Gesamtensemble aus Mechanik und Elektrik/Elektronik meint?

Das Kabel/der Stecker für die KWS ist auf Klaus' erstem Bild auf der Lokführerseite vorne zu sehen (36-polige Steuerleitung). Auf seinem nachgereichten Bild hingegen sind eher nur Kabel und Stecker für die ZEV zu sehen: Link.

Jemand schrieb:

Wenn die 'Fachpresse' mal was gedruckt hat, gibt es kein Zurück.

Daraufhin habe ich mal alte Drehscheiben der Jahrgänge 1996-98 durchgeschaut (die Jahrgänge 2004/05 folgen noch; ich hoffe, dort etwas zu den 26 späteren Loks zu finden; Hervorhebungen durch mich).

DS 120 Juni 1997:

Anfang Januar wurde der 110 446 (Bh Dortmund, blau-beige) im Werk Opladen eine Wendezugsteuerung analog der 141-Bauart eingebaut. In der ersten Februarwoche weilte die Lok zur EBA-Abnahme in Kassel. Nachdem die Wendezugsteuerung abgenommen war, folgte am 10. März der erste planmäßige Wendezugeinsatz auf der Kölner S 12 zwischen Köln-Nippes und Hennef. Am Abend desselben Tages endete der Wendezugeinsatz allerdings (vorläufig) schon wieder, da das 'BZA' München ebenfalls eine Abnahme durchführen wollte.

DS 122 Sept./Okt. 1997:

Die wendezugfähige Dortmunder 110 446 ist inzwischen nahezu täglich auf der S12 zwischen Köln-Nippes und Hennef bzw. Au/Sieg anzutreffen. Mit der 110 480 (ebenfalls Bh Dortmund, blau-beige) steht seit dem 26. Juni 1997 eine weitere wendezugfähige 110 zur Verfügung.

DS 126 März 1998:

Auch in Stuttgart sind nun wendezugfähige 110 zu beobachten, die auf den Strecken nach Tübingen, Göppingen und Ulm zum Einsatz kommen. Gesichtet wurden bisher 110 410, 417, 426, 445 und 509 aus Dortmund sowie 110 451 aus Saarbrücken. Insgesamt sollen zehn dieser Lokomotiven im Ländle laufen und vornehmlich 141 ersetzen.

DS 127 Mai 1998:

In Stuttgart wurde für die wendezugfähigen 110 ein zehntägiger Umlauf aufgestellt. [...] Vorhanden sind: 110 400, 402, 408, 414, 416, 426, 439, 446 und 509.

DS 128 Juni 1998:

Mit 110 495 ist die erste rot-beige 110 [...] mit einer Wendezugsteuerung ausgerüstet worden. [...] 110 501 büßte ihre traditionelle Lackierung dagegen ein, als sie beim Einbau der Wendezugsteuerung erverkehrsrötete. Wendezugfähig sind mit Stand April 1998: 110 400, 402, 408, 410, 411, 414, 416, 417, 426, 429, 432, 439, 445, 446, 448, 451, 453, 471, 480, 500, 501, 504, 509 und 510.

DS 129 Juli/August 1998:

Inzwischen gibt es mit 110 495, 499 und 504 drei Wendezug-110 in den TEE-Farben Rot-beige.

DS 132 Dez./Januar 1998/99:

Auch beim Bh Frankfurt am Main machen sich nun Wendezug-110 breit. Bevorzugtes Einsatzgebiet ist die Relation Frankfurt - Würzburg - Bamberg. Dabei kommen auch Steuerwagen mit 'Wittenberger' Steuerköpfen zum Einsatz.

Speziell zu letzteren Einsätzen solltest du doch bestens informieren können, oder? Leider steht (bisher) nirgendwo, woher die Bestandteile der verbauten Wendezugsteuerungen stammten.