Jemand schrieb:
Vielleicht kann mir jemand sagen welches ASF das ist und zu wem es gehörte?
Vielleicht bist du der Einzige, der dieses ASF jemals fotografiert hat! Es besitzt alle Merkmale eines ASF aus der 4. Bauserie und war demnach zum Aufnahmezeitpunkt noch keine 4 Jahre alt.
Die Beschriftung entspricht bis auf eine fehlende ASF-Nummer einem an die DR gelieferten ASF. Jetzt bestanden da bekanntlich zwischen Lieferungen an Betriebe und der Reichsbahn keine Berührungsängste. Auffällig sind zwei Bereiche, bei denen etwas demontiert wurde und der Lack dort ist dunkler: die Bahnräumer und die Schrauben, die die Sandbehälter halten (?) oberhalb davon sind beidseitig abgeschraubt worden.
Ich glaube nicht, dass das ASF irgendetwas mit der Grube Leopold oder Schüssler Novachem zu tun hatte. Eher könnte ich mir denken, dass das ASF dort geparkt wurde, weil es vielleicht im Betonwerk Gröbzig nicht (mehr) im Weg stehen sollte und der Anschluss zur Grube Leopold nicht mehr befahren wurde. Damit wäre der Anschluss zum Betonwerk freigehalten. Auf einer Luftaufnahme aus dem Jahr 2000 sind bei Google Earth knapp außerhalb des Betonwerkes auf der zum Werk gekappten Anschlussbahn 2 bis 3 orange Flecken auszumachen. Mit viel Fantasie kann man sich dort eine V 10/15/18/22 und ein ASF einbilden...
Verzeichnet für 'VEB Betonwerke Gröbzig', die offenbar auch Betriebsteile in Plötz und Teutschenthal betrieben und Ende 1992 zum 'Fertigteilwerk Gröbzig' wurden, ist neben zwei LEW V 60 D nur eine V 10 B. Leider bei ASF Fehlanzeige, aber es gibt da ein paar unbekannte Lieferungen und ein ex-DR-ASF kann auch nicht ausgeschlossen werden. So kurz nach der Wende dürfte sich der Fahrzeugbestand des Betonwerkes noch nicht geändert haben. Aufgegeben wurde der Bahnanschluss anscheinend kurz nach der Abwicklung des VEB und der Übernahme des Betonwerks durch die Klebl GmbH.
Vielleicht kannst du ja mal die Nutzer 'uymotive' und 'LDI' direkt ansprechen, ob die was wissen.