Das ist ja hier nicht das Diskussionsforum, aber wenn man sich schon mit 'fiktiven' Baureihenbezeichnungen beschäftigt, dann sollte man die 'Basics' beherrschen.
Jemand schrieb:
Beide sind zu dieser Zeit besetzt (oder noch nicht lange wieder frei)
Das hat noch keine Bahnverwaltung darin gehindert, einmal besetzt gewesene Baureihen erneut zu vergeben.
Jemand schrieb:
Hätte die DR die Lok, da Mittelführerhaus eher auf die untere 116 oder auf höhere 117 gesetzt?
Nochmal, das hat nichts mit der Bauart zu tun. Entweder man hält sich bei der Baureihenbezeichnung an das Schema, die Leistung zu verschlüsseln bzw. die vorherige Baureihenbezeichnung möglichst schlüssig fortzuführen (was bei der DE 1002 ja nicht notwendig ist, da sie vorher nicht 'V 150' oder 'V 180' hieß), oder man wählt wie bei den Elloks eine Einordnung anhand des Verwendungszwecks (Schnellzugloks, Personenzugloks, Güterzugloks, Rangierloks, Mehrsystemloks, Schmalspurloks usw.), die so deutlich bei Dieselloks aber nicht vorhanden ist. Wenn man die 115 und/oder 118 nicht wählen kann oder will, dann nimmt man eben die 116 und/oder 117. Das würde dann aber aus einer Not heraus entstehen, nach der nur noch Involvierte auf den ursprünglichen Gedankengang schließen könnten. Oder man verfährt ganz anders, wie auch immer. Wenn schon Fiktion, dann kann ich an der Stelle nur noch sagen: Alles Banane! Suchs dir aus.
Jemand schrieb:
Die Einsatzmöglichkeiten, Verschub und Strecke, sprechen für 116. Für 117 spricht die Leistung der um 90er gebauten Varianten...
S. o.! Da die Bahnen, an die die DE 1002 gingen, diese offensichtlich brauchten und immer noch brauchen, wäre es also nie zu einem Übergang an die DR gekommen, vor 1992 sowieso nicht, d. h. danach brauchen wir auch nicht mehr über das DR-Bezeichnungsschema zu diskutieren. An dieser Stelle ist die Fiktion für mich beendet.
Jemand schrieb:
nein, das Schema der Bundesbahn war folgendes:V 60 = BR 260, wobei die 2 ja für Brennkraftlokomotive steht und dann wie hier die 60 direkt übernommen wurde.. V 80 = BR 280 V 100.10= BR 211 wobei hier die zweite Ziffer die allgemeine BR und die dritte Ziffer die Unterbauart angibt V 200.0 = BR 220 V 200.1 = BR 221
Entschuldigung, aber was habe ich denn geschrieben?
Du gibst hier nur wieder, dass sich die DB eben nicht wie die DR an die 'strikte' Verschlüsselung der Leistung von Streckendieselloks, wie sie aus der Baureihenbezeichnung vor 1970 hervorging, hielt. Man hätte nämlich genauso gut die V 200.1 als 220 101-150 umzeichnen können. Dass man es nicht tat, hatte damals noch nicht so sehr mit Abrechnungsgründen zu tun (wie z. B. bei BR 110 => 115), sondern mit der Vielzahl (je Traktionsart 100) der Zahlen, die man nun für Baureihenbezeichnungen zur Verfügung hatte und um damit die 'Identifizierung' der Unterbaureihe zu erleichtern und damit den Einsatzbereich deutlicher herauszustellen. Allerdings hat man z. B. bei der E 94 ja auch keine 'neue' Baureihe geschaffen, um die leistungsstärkeren E 94.2 oder die Hochspannungssteuerungloks umzusortieren. Oder guck dir mal das Sammelsurium BR 144 an. Den Steilstrecken-E 44 hat man eine eigene Baureihe gegönnt, obwohl das in den letzten Einsatzjahren überhaupt keinen Unterschied im Einsatzbereich mehr machte, den E 44.5 nicht, obwohl die stets ein eigenes Einsatzgebiet hatten. Aber vielleicht ist diese bessere Differenzierung bei Diesellokunterbauarten auch wichtiger als bei Elloks.
Der Spezialfall V 100 DB ergab sich aus der Notwendigkeit des geringstmöglichen Umzeichnungsaufwandes. Man hatte es hier mit vierstelligen Ordnungsnummern zu tun, die beide gleichlaufend waren (1001-1365 bzw. 2001-2381). Offensichtlich wollte man ursprünglich die Option haben, von der V 100 mehr als 1000 Loks* nach dem alten Schema einnummern zu können und nicht wie die DRG z. B. bei der E 18 'zwischendurch' mal die Anzahl der Stellen der Ordnungsnummer ändern zu müssen. Wenn man nach 1968 die V 100.10 als Stammbauart und die V 100.20 als Unterbauart innerhalb einer Baureihe hätte weiterführen wollen (wenn schon Fiktion, dann stelle ich mir dies hier einfach mal vor), dann hätte man die V 100 1001-1365 eben als 210 (schreibe ich hier extra so, weil es ja der Leistungsverschlüsselung analog V 200 [s. o.] entsprechen würde) 001-365 und die V 100 2001-2381 als 210 501-881 umzeichnen können. Aber nein, man hat sogar noch die Baureihe 213 geschaffen...
*Edit: Bzw. man hatte mit der V 100 006 bzw. 2001 sehr früh eine leistungsstärkere Unterbauart geschaffen und wollte die Serienlieferungen beider Unterbauarten nicht innerhalb der auf 1000 Loks begrenzten dreistelligen Ordnungsnummern begrenzt wissen.