Für die, die es interessiert, habe ich eine Zusammenstellung angelegt, da ich einen Fotobeitrag zur 150 006 seinerzeit überhaupt nicht wahrgenommen habe. Allerdings schließen sich auch daraus entstandene Fragen an.
Daraus ergibt sich für mich, dass 150 006' zwischen Juli 1972 und Juli 1973 (wahrscheinlich sogar erst in diesem Monat) vom AW München-Freimann ins Bw München Hbf gebracht wurde. Vermutlich dort erhielt sie mit Wirkung vom 01.08.1973 eine Lauffähigkeitsbescheinigung und wurde nach Kassel abtransportiert.
Die Vermutung des ungläubigen Thomas legt nahe, dass sie zum Wiederaufbau zu Krupp nach Essen weitergereicht wurde. Oder käme sogar Henschel in Kassel für einen neuen Lokkasten in Frage? Allerdings hat Henschel keine 150er gefertigt und offenbar behielt 150 006'' anders als z. B. 140 706 (ebenfalls 1973 verunfallt) ihre ursprünglichen Herstellerdaten (Krupp 3476/57). Krupp hat immerhin bis in den Sommer 1973 noch 150 165 bis 181 abgeliefert. Zur Abnahme von 150 006'' wurde anschließend erneut das AW München-Freimann aufgesucht.
Entweder haben die Drehgestelle den Brand gut überstanden (für einen 700km-Transport hat es noch gereicht) oder sie wurden ebenfalls neu gefertigt. Sollten es tatsächlich die aufbereiteten Originaldrehgestelle gewesen sein, auf die der neue Lokkasten gesetzt wurde, dann dürfte 150 006'' weiterhin mit Tatzlagermotoren im Einsatz gestanden haben. Für diese Theorie spricht die Tatsache, dass die Lok vom 01.06. bis 04.11.1993 z-gestellt war (Abstellung der Tatzlager-150er im Mai und Juni 1993) und am 02.12.1993 eine E2 im Raw Dessau erhielt. Danach hat sie mit Sicherheit Gummiringfederantriebe gehabt.